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Interview – Mathias Schunk

By 28. Februar 2015Interview
Interview Mathias Schunk

Als nächster beantwortet Mathias Schunk unsere Fragen:

Was ist für dich / was bedeutet dir Segelfliegen? Max. 3 Wörter/Stichworte

Segelfliegen ist der geilste Sport der Welt (hm, hat jetzt mehr als 3 Wörter…)

Was war bis anhin dein grösster sportlicher Erfolg?

1750 km Flug über sechs Schenkel inkl. Europarekord über 1559km mit vier Schenkeln

Was war bis anhin dein grösster persönlicher Erfolg?

Da es hier ja nur ums Segelfliegen geht, sicherlich der gemeinsame Gewinn des Barron Hilton Cups zusammen mit meinem langjährigen Teampartner Armin Behrendt mit zwei Doppelsitzern im Teamflug

Und was wäre für dich der ultimative Erfolg?

Wie sagte es Uli Schwenk auf dem österreichischen Nationalmannschaftstreffen so treffend: „Seinen inneren Meister finden.“

Kannst du uns ein oder zwei Punkte aufzählen, welche du bei deinen Flügen aktiv trainierst und zu deinem Erfolg beitragen?

1. Gute mentale Vorbereitung
2. Stetiges körperliches Ausdauertraining

Was hast du dir für die kommende Saison für Ziele vorgenommen?

Viel Segelfliegen, viel Spaß dabei haben, vor allem im Team mit anderen, wenn möglich mal Wandersegelflug im Team.

Was ist für dich die grösste Herausforderung und was machst du dagegen?

Nicht in einen gefährlichen Zustand der Selbstsicherheit zu verfallen und somit die Gefahren beim Fliegen zu übersehen. Ich versuche daher mir mental dies immer wieder bewusst zu machen, um dann im Flug nicht irgendwelche leichtfertigen Dinge zu tun.

Kannst du Lernmittel oder dergleichen empfehlen? ( Bücher, Seminare, Webseiten, Coaches?)

Bücher: Ich glaube ich habe den Kalckreuth und Reichmann mittlerweile jeweils 10x gelesen, von den neueren Büchern bin ich gerade dabei das Buch von Sebastian Kawa zu lesen.

Coaches oder Seminare: Wer irgendwie einmal die Chance hat mit Hermann Trimmel zusammen zu arbeiten, wird es definitiv nicht bereuen!

Hattest du während deiner fliegerischen Laufbahn einen Durchbruch? Kannst du uns erzählen was es war und wie es dazu kam?

Einen echten Durchbruch gab es nicht, es war irgendwie ein stetiger Gang und das Erfolgsrezept war, so glaube ich, dass ich mich niemals von all den vielen sportlichen Rückschlagen habe zurückwerfen lassen, sondern es immer wieder als neue Chance gesehen habe,aus den gemachten Fehlern zu lernen.
Einen ganz entscheidenden Anteil hatte aber definitiv dass jährliche C Kader Training im März seit Beginn der 90er Jahre. Nachdem ich mehr oder weniger direkt aus der C.Kader Trainee Zeit in den Trainerstab übergegangen bin, haben wir unter der Regie von Gerd Peter Lauer das alljährliche Trainingslager im März stetig weiter verbessert und ich denke der Erfolg spricht für sich. So kommen Michael Sommer, Michael Buchthal, Matthias Sturm, Mario Kiessling oder Tassilo Bode, um nur ein paar wenige zu nennen, alle aus diesen C Kader Generationen. Auf der anderen Seite habe ich als Trainer (und nicht nur ich) aus dieser Zeit auch unwahrscheinlich viel für mich selber mitgenommen und gelernt.

Was war der beste Ratschlag den du jemals bekommen hast?

Hans Glöckl sagte ganz zu Beginn meiner Laufbahn im Wettbewerbssegelflug einmal:
1. oben bleiben!
2. rumkommen!
3. schnell sein!

Welchen Ratschlag gibst du jemanden der die Lizenz gerade neu erworben hat?

Viel Fliegen! Vor allem auch mit erfahrenen Streckenfliegern im Doppelsitzer.

Hast du einen Spruch oder ein Motto das du geistig mit dir trägst?

Nicht wirklich.

Gibt es einen Flug nebst den Wettkämpfen und Bestleistungen an den du dich für immer erinnern wirst? Und weshalb?

Einen Flug in Bitterwasser, als ich den Bitterwasser Cup gewonnen hatte, an einem Freitag den 13… wobei das an was ich mich immer erinnern werde ist der letzte teil des Fluges und das „danach“ wobei die ganze Geschichte hier wohl zu lang wäre. Hier geht es zur Story.

Gibt es sonst etwas, dass du uns mitteilen möchtest?

Ich wünsche allen Lesern und MILVUS viel Erfolg!

Mathias Schunk – März 2015

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